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Wasserwerk Annaberg Verfahrenstechnik

Die Aufbereitung des Rohwassers der Tief-
brunnen Borntal I und II sowie Neuling erfolgt
durch folgende chemische Reaktionen:
Ansprechpartner
Wasserwerk Annaberg

Oxidation - Filtration - Neutralisation

Dies bedeutet:
Entarsenierung - Enteisenung - Entmanganung - Entsäuerung

Die Brunnenwässer der genannten Tiefbrunnen Borntal I und II werden im Wasserwerk Annaberg im ersten Teil der Aufbereitung in einem Reaktionsbehälter zur Entarsenierung mit dem Oxidations- mittel Ozon (O3) und dem Flockungsmittel Fe CL3 (als Eisenersatz) dosiert.

Das so behandelte Wasser wird dann in die Filter 1 und 2 zur Enteisenung und Entmanganung geleitet.

Diese Mehrschichtfilter sind insgesamt für eine Aufbereitungsleistung von 90 m³/h dimensioniert und mit den Filtermaterialien, Feinkies und Hydroanthrasit, gefüllt.

Bevor nun das Wasser vom Tiefbrunnen Neuling zugemischt wird, werden in einem UV- Entozonisierungs-reaktor die überschüssigen Ozonmoleküle zerstört und als Sauerstoffatome frei.

Nach der Vermischung des Wassers wird der pH-Wert in der Entsäuerungsanlage eingestellt. Das heißt, in einem Rieseler wird unter Zugabe von Sauerstoff die aggressive Kohlensäure gebunden und über das Dach abgeleitet. Gleichzeitung wird dadurch der pH-Wert angehoben.

Der pH-Wert und der Ozongehalt im aufbereiteten Wasser wird überwacht und gegebenenfalls durch den Rechner korrigiert. Das aufbereitete Wasser wird nun über eine Mischeinheit, in dem Wasser aus anderen Versorgungsgebieten - wie Leistadt und Bruch - im Bedarfsfall zugegeben werden kann, geschickt und läuft danach im freien Gefälle in die beiden Speicherbehälter. Diese besitzen ein Volumen von jeweils 1.500 m³.

Die Steuerung der gesamten Anlage erfolgt vollauto- matisch über einen stets mitlaufenden und die Betriebszustände überwachenden Rechner.

Es ist im Notfall möglich, Wasser des Wasserwerkes Annaberg in die Versorgungszonen Leistadt sowie in den Hochbehälter Köppel zu pumpen, um eventuelle Engpässe in der Wasserversorgung zu vermeiden.